Die Entwicklung zum AFOL (Adult Fan of LEGO) verläuft bei den meisten Fans nach einem recht ähnlichen Muster, das oft als klassischer „Lebenszyklus“ beschrieben wird.
1. Die Kindheit: Die Entdeckung
In dieser Phase beginnt alles. Als Kind spielt man intensiv mit LEGO, baut Sets nach Anleitung oder erschafft erste eigene Welten. Die Steine sind ein zentraler Bestandteil des Kinderzimmers und der Kreativität.
2. Die „Dark Ages“: Die Abkehr
Mit dem Einsetzen der Pubertät (etwa ab 12 bis 16 Jahren) verlieren viele das Interesse. Andere Hobbys, Freunde oder der Ernst des Lebens rücken in den Vordergrund. Die Steine landen in Kisten auf dem Dachboden oder im Keller. Diese Phase kann Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern.
3. Das Erwachen: Die Rückkehr
Oft durch einen Zufall – ein neues attraktives Set im Laden, die Geburt eigener Kinder oder ein nostalgischer Fund im Elternhaus – wird das Interesse neu entfacht. Man stellt fest, dass LEGO auch für Erwachsene (z. B. durch die Icons oder Technic Reihen) hochinteressant ist.
4. Die Vollendung: Der aktive AFOL
In dieser Stufe wird das Hobby tiefergehend ausgelebt:
- Sammler: Man konzentriert sich auf bestimmte Themenwelten oder Minifiguren.
- MOC-Bauer: Man hört auf, nach Anleitung zu bauen, und entwirft eigene Kreationen (MOC = My Own Creation).
- Community-Mitglied: Man tauscht sich in Foren aus, besucht Ausstellungen oder tritt einer LUG (LEGO User Group) bei.
- Investoren/Händler: Einige spezialisieren sich auf den An- und Verkauf von seltenen Sets oder Einzelteilen auf Plattformen wie BrickLink.
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